Die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ) hat sich in einem im Juni 2012 veröffentlichten Positionspapier mit der zunehmende Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nimmt sich dieses Themas in einer Expertise an.

Mit der Expansion der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe der letzten 20 Jahre haben sich auch die Beschäftigungsverhältnisse verändert. Immer mehr Arbeitsverträge werden nur noch befristet abgeschlossen und in vielen Bereichen, insbesondere im Hort und den Ganztagsschulen, hat nur noch ein Viertel der Beschäftigten eine Vollzeitstelle. Von Prekarisierung besonders betroffen sind Berufseinsteiger-/innen. Im Vergleich der untersuchten Arbeitsfelder – in denen sich die Personalsituation auch sehr unterschiedlich entwickelt hat – bietet der Bereich der „Hilfen zur Erziehung“ am ehesten Stabilität und Verlässlichkeit bei den Beschäftigungsverhältnissen.

Link zur GEW-Expertise: http://www.gew.de/Binaries/Binary90292/Atyp_Beschaeftigung_Juhi_A4_web.pdf

Link zum AGJ-Positionspapier: http://www.agj.de/fileadmin/files/positionen/2012/Prekarisierung.pdf


Robert Kühr

Robert Kühr

Robert Kühr hat Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin studiert und ist Referent des VPK Brandenburg. Er berät und unterstützt private Träger der Kinder- und Jugendhilfe und organisiert deren persönlichen und fachlichen Austausch im Netzwerk des VPK in Brandenburg.