Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat ihr Fachkräftepapier aktualisiert. Es trifft Aussagen darüber, welche Personen als  Fachkräfte in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung gelten.

Das Fachkräftepapier wurde aktualisiert, insbesondere unter dem Eindruck unübersichtlicher Studiengänge, die im Zuge des Bologna-Prozesses entstanden sind und der daraus entstehenden Fragestellungen bezüglich der Anerkennung als Fachkräfte für die Hilfen zur Erziehung. Die Ergänzung erfolgte auch unter dem zunehmend flächendeckend erkennbaren Fachkräftemangel.

„Weil die Landschaft der Studiengänge und Studienabschlüsse in steter Bewegung ist, sah sich die BAG Landesjugendämter veranlasst, geeignete Verfahren zur Orientierung im unübersichtlichen Feld zu suchen. Einige Landesjugendämter hatten deshalb eine Expertise zur Einschätzung von Ausbildungs- und Studiengängen und der zugehörigen Abschlüsse bei der Universität Wuppertal in Auftrag gegeben. Das Papier Fachkräftegebot in erlaubnispflichtigen teilstationären und stationären Einrichtungen aus dem Jahr 2014 wurde ergänzt um das in diesem Rahmen von der Uni Wuppertal entwickelte Instrument. Es stehen nunmehr Kriterien und einheitliche Maßstäbe zur Verfügung, nach denen Fachkräfte länderübergreifend anerkannt werden können und damit auch neue Perspektiven für die Entscheidungen in der Praxis vor Ort.“ (PM der BAG Landesjugendämter vom 30.01.2018)

Das Papier soll zugleich für die öffentlichen und freien Träger eine Orientierungshilfe und für die betriebserlaubniserteilenden Behörden eine Entscheidungshilfe in der täglichen Arbeit sein. Ob eine – durchaus wünschenswerte – länderübergreifende Anerkennung stärker erreicht werden kann, wird sich zeigen müssen.

Das Fachkräftepapierder BAG Landesjugendämter finden Sie hier: http://bit.ly/2CgF6E4

Für die Pressemitteilung klicken Sie bitte hier: http://bit.ly/2nSXUVC

Die erwähnte Expertise „Fachkräfte in den erzieherischen Hilfen – Studien- und Ausbildungsgänge zur Umsetzung des Fachkräftegebotes in erlaubnispflichtigen (teil-)stationären Hilfen zur Erziehung“ ist unter folgendem Link abrufbar: http://bit.ly/2BSbbpO

Kategorien: Fachinformation

Robert Kühr

Robert Kühr

Robert Kühr hat Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin studiert und ist Referent des VPK Brandenburg. Er berät und unterstützt private Träger der Kinder- und Jugendhilfe und organisiert deren persönlichen und fachlichen Austausch im Netzwerk des VPK in Brandenburg.